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Herbstdeko: 15 schöne Ideen für ein gemütliches Zuhause
Herbstdeko: 15 schöne Ideen für ein gemütliches Zuhause
Wenn die Tage langsam kürzer werden, verändert sich auch das Zuhause. Das Licht wird weicher, am Abend brennen wieder häufiger Kerzen und draußen liegen plötzlich all die Farben vor der Tür, die drinnen so viel Wärme schaffen können.
Für eine schöne Herbstdeko braucht es dabei erstaunlich wenig. Ein knorriger Zweig in einer großen Vase, einige Kürbisse auf der Kommode oder eine Schale mit Fundstücken vom Spaziergang reichen oft schon aus. Besonders harmonisch wird es, wenn natürliche Materialien, warme Farben und ein paar bewusst gesetzte Akzente zusammenkommen. So darf der Herbst einziehen, ohne dass jeder Raum neu dekoriert werden muss.
7 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
1. Zweige in großen Vasen arrangieren
Kaum etwas verändert einen Raum so mühelos wie ein großer Zweig. Besonders schön sind Zweige mit kleinen Hagebutten, Beeren, verfärbten Blättern oder einer ungewöhnlichen Wuchsform. In einer schlichten Keramik- oder Glasvase brauchen sie keine weiteren Begleiter und wirken gerade durch ihre Größe.
Auf einem Sideboard darf der Zweig ruhig etwas ausladender sein. Für kleinere Kommoden oder Fensterbänke reichen zwei oder drei kürzere Äste. Auch fast kahle Zweige haben ihren Reiz – vor allem später im Herbst, wenn die Dekoration etwas ruhiger werden darf.
Tipp: Schneide Zweige unterschiedlich lang und drehe die Vase nach dem Arrangieren einmal von allen Seiten. Die schönste Ansicht entsteht selten, wenn alle Äste nach vorne zeigen.
Falls du dein Sideboard passend dazu neu arrangieren möchtest, findest du weitere Inspiration in: Sideboard dekorieren.

2. Kürbisse in ruhigen Farben kombinieren
Kürbisse gehören zum Herbst, müssen aber nicht zwangsläufig leuchtend orange sein. Sorten in Creme, gedämpftem Grün und warmem Beige fügen sich besonders selbstverständlich in Wohnräume ein. Ein einzelner großer Kürbis kann dabei genauso schön wirken wie eine kleine Gruppe aus unterschiedlichen Formen.
Stell sie nicht überall im Raum verteilt auf. Zwei oder drei bewusst gewählte Stellen wirken ruhiger: neben einer Vase auf dem Sideboard, auf einem niedrigen Hocker oder in einer kleinen Gruppe am Boden.
Tipp: Kombiniere lieber unterschiedliche Größen als viele verschiedene Farben. Ein großer, ein mittlerer und ein kleiner Kürbis wirken meist natürlicher als fünf ähnlich große Exemplare.
3. Kerzen zu kleinen Lichtinseln gruppieren
Im Herbst darf Licht wieder näher an den Alltag rücken. Statt einzelne Kerzen im ganzen Raum zu verteilen, kannst du drei oder vier zu einer kleinen Gruppe zusammenstellen. Unterschiedliche Höhen machen das Arrangement lebendig, während ähnliche Farben für Ruhe sorgen.
Schön wirkt eine solche Lichtinsel auf einer Kommode, einem Beistelltisch oder auf einem Tablett. Kerzen in Creme, Taupe, warmem Grau oder einem gedeckten Rostton passen besonders gut zur Jahreszeit.
Tipp: Stell Kerzen nie in einer geraden Reihe auf. Eine lockere Dreiergruppe mit unterschiedlichen Höhen wirkt beiläufiger und lässt sich leichter mit einer kleinen Vase oder einem Zweig ergänzen.
4. Herbstliche Kissen auf Sofa und Sessel verteilen
Das Sofa braucht keine komplette saisonale Verwandlung. Schon zwei oder drei neue Kissenbezüge verändern die Farbwirkung des Wohnzimmers. Rost, Moosgrün, warmes Braun, Sand und gedämpftes Bordeaux bringen Tiefe hinein, ohne sofort nach klassischer Herbstdekoration auszusehen.
Spannender als mehrere Kissen mit Herbstmotiven ist ein Mix aus Materialien. Leinen neben grobem Webstoff, Wolle neben weicher Baumwolle – so entsteht die herbstliche Wirkung vor allem über Struktur.
Tipp: Nimm zunächst nur einen kräftigeren Herbstton auf und ergänze ihn mit Creme, Beige oder Braun. Dadurch lässt sich die Dekoration später leichter mit vorhandenen Wohnaccessoires verbinden.
Für eine größere Veränderung rund ums Sofa lies gerne auch: 15 Ideen für ein gemütliches Wohnzimmer.

5. Eine Schale mit Fundstücken aus der Natur füllen
Kastanien, kleine Zapfen, Eicheln und besonders schöne Nüsse dürfen nach einem Herbstspaziergang mit nach Hause. In einer flachen Holz- oder Keramikschale werden daraus kleine Fundstücke statt Bastelmaterial.
Damit die Schale nicht wie eine Sammlung wirkt, braucht sie etwas Luft. Eine Handvoll Kastanien, zwei Zapfen und ein kleiner Zweig können vollkommen genügen. Auf einem Beistelltisch oder einer Kommode ist das eine der unkompliziertesten Möglichkeiten, den Herbst ins Haus zu holen.

6. Hortensien und andere Herbstblüten trocknen
Verblühende Hortensien entwickeln im Spätsommer und Herbst oft gerade die Farben, die drinnen besonders schön wirken: verblasstes Rosa, Grün, Beige und ein wenig Braun. Getrocknet halten sie sich lange und brauchen kaum mehr als eine passende Vase.
Ein üppiger Strauß ist nicht nötig. Zwei oder drei große Hortensienblüten wirken in einer bauchigen Vase bereits sehr präsent. Dazu passen Gräser, Hagebutten oder ein einzelner Zweig.
Tipp: Wenn du Hortensien selbst trocknest, schneide sie erst, wenn sich die Blütenblätter bereits etwas papierartig anfühlen. Dann behalten sie ihre Form meist besser.

7. Einen schlichten Herbstkranz aufhängen
Ein Herbstkranz muss nicht dicht gebunden und üppig dekoriert sein. Ein einfacher Ring mit wenigen Zweigen, getrockneten Gräsern oder Hagebutten wirkt oft viel natürlicher.
Er kann an der Haustür hängen, aber ebenso an einer Wand, einem Schrankknauf oder über einer Kommode. Besonders ruhig wird der Look, wenn ein Teil des Rings sichtbar bleibt.
Tipp: Beschränke dich auf zwei oder drei Materialien. Eukalyptus, Hagebutten und ein paar trockene Gräser ergeben beispielsweise genug Struktur, ohne dass der Kranz unruhig wird.
8. Die Fensterbank herbstlich gestalten
Auf einer Fensterbank trifft die Herbstdeko tagsüber auf natürliches Licht – und genau deshalb braucht sie dort oft weniger als gedacht. Eine kleine Vase mit Zweigen, ein Kürbis und ein Windlicht können bereits ein vollständiges Arrangement ergeben.
Wenn Pflanzen auf der Fensterbank stehen, dürfen sie Teil der Dekoration bleiben. Terrakottatöpfe, Keramik und Grün passen ohnehin wunderbar zu den warmen Herbstfarben.

9. Laternen und Windlichter am Boden arrangieren
Nicht jede Dekoration muss auf einem Möbelstück stehen. Eine größere Laterne neben dem Sideboard, unter einer Konsole oder in einer bislang leeren Ecke verändert den Raum auf eine angenehm zurückhaltende Weise.
Besonders schön wird es, wenn das Arrangement nicht ausschließlich aus Laternen besteht. Ein kleiner Kürbis, ein Korb oder eine Vase mit Zweigen daneben verbindet das Licht mit dem restlichen Raum.
Tipp: Bei Laternen am Boden sind LED-Kerzen eine unkomplizierte Alternative, besonders wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben.
10. Mit warmen Decken mehr Herbststimmung schaffen
Manche Herbstdeko ist eigentlich gar keine Dekoration. Eine weiche Decke über der Sofalehne oder ein Plaid im Lesesessel verändert einen Raum und wartet gleichzeitig darauf, am Abend benutzt zu werden.
Wolle, Strick und strukturierte Baumwolle passen besonders gut in diese Jahreszeit. Statt einer Decke mit saisonalem Muster kannst du einen warmen Farbton wählen, der sich auch im Winter noch gut kombinieren lässt.
11. Einen herbstlichen Akzent auf dem Couchtisch setzen
Der Couchtisch ist ein guter Platz für eine kleine saisonale Veränderung, sollte aber weiterhin benutzbar bleiben. Ein Tablett hilft dabei, Kerze, Vase und ein oder zwei kleine Fundstücke zu einer Gruppe zusammenzufassen.
Eine niedrige Vase mit Hagebutten, eine Kerze und ein kleiner Kürbis reichen vollkommen. Bücher oder Zeitschriften, die ohnehin dort liegen, dürfen Teil des Arrangements werden. Gerade dadurch wirkt es weniger dekoriert.
Tipp: Lass mindestens die Hälfte der Tischfläche frei. Herbstdeko wirkt im Alltag schöner, wenn die Kaffeetasse noch selbstverständlich daneben Platz findet.

12. Äpfel und Birnen als natürliche Dekoration nutzen
Eine Schale mit Äpfeln oder Birnen gehört eigentlich in die Küche – und kann dort gleichzeitig eine der schönsten Herbstdekorationen sein. Besonders alte Apfelsorten mit unregelmäßiger Färbung bringen genau die warmen Rot-, Grün- und Gelbtöne mit, die zur Jahreszeit passen.
Statt das Obst möglichst ordentlich aufzuschichten, darf die Schale aussehen, als würde tatsächlich daraus gegessen. Ein paar Äpfel, einige Walnüsse und vielleicht ein kleiner Zweig daneben wirken selbstverständlich und wohnlich.
13. Den Eingangsbereich mit dem Herbst begrüßen
Schon im Flur kann sich die Jahreszeit bemerkbar machen. Auf einer Konsole reichen eine Vase mit Zweigen, eine kleine Schale und ein Kürbis. Daneben darf die Tasche liegen, unter der Bank stehen Schuhe – ein Eingangsbereich muss für saisonale Dekoration nicht plötzlich wie eine Ausstellung aussehen.
Auch vor der Haustür genügt eine kleine Kombination aus Topfpflanze, Kürbis und Laterne. So entsteht ein herbstlicher Empfang, ohne dass der Eingang überladen wirkt.
Tipp: Wiederhole im Flur eine Farbe, die auch in den angrenzenden Wohnräumen vorkommt. Dadurch fühlt sich die saisonale Dekoration wie ein Teil des Zuhauses an und nicht wie ein zusätzliches Thema.
14. Herbstliche Bilder und kleine Kunstwerke einziehen lassen
Saisonale Dekoration kann auch an der Wand stattfinden. Dafür müssen nicht sämtliche Bilder ausgetauscht werden. Ein einzelner kleiner Print mit botanischem Motiv, eine gepresste Herbstpflanze im Rahmen oder eine alte Landschaftszeichnung kann die vorhandene Bilderwand für einige Monate verändern.
Besonders unkompliziert ist ein Rahmen, dessen Motiv du je nach Jahreszeit wechselst. Im Herbst dürfen darin gedeckte Landschaften, Blätter oder botanische Illustrationen erscheinen.
15. Eine ruhige Leseecke für den Herbst gestalten
Vielleicht ist die schönste Herbstdeko am Ende diejenige, die dafür sorgt, dass du tatsächlich ein wenig länger im Raum bleiben möchtest. Ein Sessel, eine Decke, warmes Licht und ein kleiner Tisch reichen für eine Ecke, die an dunkleren Nachmittagen plötzlich wieder interessant wird.
Ein paar herbstliche Details dürfen dazukommen: ein Zweig in einer kleinen Vase, ein Korb mit Decke oder eine Kerze auf dem Beistelltisch. Das Entscheidende ist jedoch nicht die Menge der Dekoration, sondern die Atmosphäre, die daraus entsteht.
Tipp: Eine kleine Tisch- oder Stehleuchte wirkt am Abend meist behaglicher als die zentrale Deckenbeleuchtung. Warmes, indirektes Licht macht aus einer freien Ecke schnell einen Platz, den man tatsächlich nutzt.

Wenn der Herbst zuhause einzieht
Herbstdeko muss nicht bedeuten, das ganze Zuhause neu zu gestalten. Oft sind es gerade die kleinen Veränderungen, die man im Alltag wahrnimmt: das warme Licht am Abend, ein Zweig vom Spaziergang, die erste Decke auf dem Sofa oder ein Kürbis, der ganz selbstverständlich zwischen den Dingen steht, die ohnehin da sind.
Such dir deshalb ruhig nur einige Ideen aus, die zu deinen Räumen passen. Wenn Farben und Materialien wiederkehren und genügend freie Flächen bleiben, entsteht die herbstliche Stimmung fast von selbst.


